Tempo zukünftig besser halten

Sieben zu fünf gewinnt der UHC Herisau das Heimspiel gegen Bassersdorf-Nürensdorf. Bis ins letzte Drittel war Herisau im Rückstand.

Chris Gilb

Quelle: Appenzeller Zeitung, 23.11.2015

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Matchbericht

UNIHOCKEY Das Spiel startete für Herisau gut. Nach zuletzt zwei deutlichen Siegen schien es, als wolle die Mannschaft unmittelbar an diese Erfolgsserie anknüpfen. Während Herisau nur aufs Tor rannte und manche Torchance generierte, blieb Bassersdorf-Nürensdorf meist hinter der Mittellinie in der eigenen Hälfte. Dies sah auch der dritte Torwart Dominik Käser so, der die Aufgabe übernahm, von der Tribüne aus laufend die Spieldaten ins Tablet einzugeben. «Bislang machen wir das Spiel», sagte Käser. Belohnt wurde der UHC Herisau dann mit dem 1:0 durch Aldo Blaser in der fünften Minute. Nach zehn Minuten war es dann aber aus mit der anfänglichen Überlegenheit.
Von drei Linien auf zwei

Noch im ersten Drittel in Minute 13 glich der aktuelle Tabellenletzte aus Bassersdorf durch Simon Schneider aus und ging ebenfalls durch Schneider in der 16. Minute sogar in Führung. Die Pausen-Botschaft von UHC Trainer Steve Furrer war klar: Es fehlte an Tempo. Furrer liess sein Team in drei Linien spielen. «Unser Vorteil ist, das wir drei qualitativ ebenbürtige Linien haben.» In den letzten Spielen brachte ihm diese Taktik Erfolg, in diesem nicht. So ging das zweite Drittel weiter, wie das erste aufgehört hatte. Schon in der 22. Minute erhöhte Bassersdorf durch Dominic Schneeberger auf 3:1. Dann stellte Furrer das System von drei auf zwei Linien um, und die Veränderung fruchtete sogleich. In der 27. Minute verkürzte Herisau durch einen geraden Schuss aufs Tor, der abgefälscht wurde und deshalb als Eigentor von Bassersdorf-Nürensdorf zählte, auf 2:3 und glich dann in der 31. Minute durch Silvan Stern sogar aus. Doch Bassersdorf hielt weiterhin sein Tempo hoch.
Drei Tore im letzten Drittel

Nur zwei Minuten später erhöhten die Zürcher auf 4:3 durch Mathieu Schnellmann. Und fast genau zwei Minuten später auf 5:3 wieder durch Dominic Schneeberger, der schon das 3:1 geschossen hatte. Herisau hatte also zwei Tore Unterschied auszugleichen und begann damit gleich darauf. In der 36. Minute schoss Aldo Blaser das 4:5 für Herisau. Das war's fürs zweite Drittel.

Im dritten Drittel spielte fast nur noch Herisau. Den Anfang machte Adrian Zellweger, der in der 45. Minute ausglich. In der 48. und 55. Minute sorgte dann Pascal Hug, der auch schon für zwei Tore seiner Teamkollegen einen Assist geliefert hatte, für das 6:5 und 7:5 und damit für den Sieg von Herisau. «Ich bin nicht ganz zufrieden. Wir müssen zukünftig unser Tempo besser halten», sagte Trainer Furrer.