UHC Herisau verpasst die Playoffs der 1. Liga

Schon vor dem abschliessenden Qualifikationsspiel von gestern abend in Nesslau stand fest, dass die Mannschaft von Trainer Steve Furrer den Sprung unter die ersten sechs Teams nicht mehr schaffen kann: Im Gegensatz zu Herisau (3:7 gegen Bülach) punktete die direkte Konkurrenz am Samstag in den Heimspielen.

Lukas Pfiffner

Quelle: Appenzeller Zeitung, 25.01.2016

http://iphoneapp.tagblatt.ch/importe/tbnews-epaper-artikel/tbat/at-sp/UHC-Herisau-verpasst-die-Playoffs-der-1-Liga;art181176,4500546

Matchbericht

UNIHOCKEY. Acht Stunden nach der Herisauer Heimniederlage gegen Bülach war das Verdikt bekannt: Die Ausserrhoder erreichen die 1.-Liga-Playoffs in diesem Jahr nicht. Die direkte Konkurrenz holte im Kampf am Strich am Samstagabend je drei Punkte (Luzern mit einem 8:5 gegen Rheintal; Vipers InnerSchwyz mit einem 3:2 gegen Nesslau).
Ab 14. Februar in den Playouts

Für Herisaus Trainer Steve Furrer liegen die Gründe für das Scheitern im Abschluss. «Wir schossen im Vergleich zu 2014/15 zu wenige Tore und konnten deshalb manche enge Spiele nicht für uns entscheiden. Da fehlten die Fortschritte im Verlauf der Saison.» Das letzte Qualifikationsspiel von gestern abend in Nesslau war für seine Mannschaft bedeutungslos und ging nach Redaktionsschluss zu Ende. Auf Platz sieben schliesst sie die Gruppenphase ab. Am 14. Februar steigt der UHC Herisau in die Playouts.
Assist durch ein Phantom

Am Samstagmittag hatten die Ausserrhoder das Heimspiel gegen Bülach trotz teilweise guten Aktionen verloren. Dabei gab das Tor zum 0:4 zu Diskussionen Anlass – auch noch nach dem Spiel. Als Assistgeber wurde von den Schiedsrichtern nämlich die Bülacher Nummer 88 gemeldet. Die Speakerin bemerkte aber, dass diese auf dem offiziellen Matchblatt nicht aufgeführt war. Der Bülacher Coach hatte seinen Spieler David Levy vergessen. «Wenn ein Akteur mitspielt, der nicht auf dem Matchblatt figuriert, gibt es eine Fünfminutenstrafe. Das Tor zählt aber», erklärten die Schiedsrichter. Erst fünf Sekunden vor Ablauf der Fünfminutenstrafe gelang Gemperle das erste Herisauer Tor. Im weiteren informierten die Refs, dass bis zur Unterzeichnung des Matchblattes nach dem Spiel die Möglichkeit bestehe, einen Protest gegen die Wertung der Partie einzureichen. Der UHC Herisau sah davon ab, weil die Schiedsrichter nichts falsch gemacht hatten und der Bülacher Spieler ja grundsätzlich spielberechtigt gewesen war. Wie die Chancen auf ein Wiederholungsspiel oder einen Herisauer Forfaitsieg wegen der formellen Bülacher Unterlassung gewesen wären, vermochte vorgestern niemand zu sagen. «Es war wie ein Rückblick auf den Grossteil der Saison», meinte Steve Furrer zum Verlauf der Partie. Herisau begann gegen Bülach Floorball nämlich vielversprechend, wirkte gut abgestimmt und war den Zürchern zunächst ebenbürtig.

Fataler Doppelschlag

Der Start ins zweite Drittel verlief aber äusserst unglücklich: Nach 22 Sekunden gelang Bülach mit einem raschen Durchspiel das 0:1, 65 Sekunden später unterlief Gemperle mit einer missratenen Ballmitnahme ein Eigentor. Ein zweiter Doppelschlag der Gäste in der 34. Minute zur Vier- Tore-Führung erwies sich schliesslich als zu grosse Hypothek.

Herisau brauchte einige Zeit, bis es sich wieder fing. Die Gastgeber zeigten eine vorzügliche Moral, stellten Hartnäckigkeit unter Beweis und verschafften sich im letzten Drittel mehr Abschlüsse als Bülach. Punkto Effizienz besass der Gast allerdings deutliche Vorteile. In der von beiden Seiten recht offen geführten Schlussphase spielte Herisau zeitweise ohne Torhüter, der sechste wie der siebte Gegentreffer fielen aber in «normaler» Besetzung.

Spieltelegramm

UHC Herisau - Bülach Floorball 3:7 (0:0, 1:5, 2:2)
Sportzentrum, Herisau. 60 Zuschauer. SR Nöthlich/Scherrer.

Tore: 21. Bailer (Ingold) 0:1. 34. Siegenthaler (Müller) 0:3. 34. Götte 0:4. 39. Gemperle (Zellweger) 1:4. 40. Nägeli (Bertschi) 1:5. 48. Jucker 2:5. 58. Blaser (Solenthaler) 3:5. 58. Ingold (Studer) 3:6. 59. Götte (Meier) 3:7.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Herisau. keine Strafen.