Ein erster Schritt Richtung Ligaerhalt

Der 1.-Ligist UHC Herisau entscheidet am Sonntagabend das erste Playout-Spiel der Best-of-three-Serie gegen Dübendorf mit 6:5 für sich. Die Gastgeber geraten in der zweiten Hälfte im Sportzentrum zweimal in Rückstand, stellen aber Nervenstärke und Disziplin unter Beweis.

Mea Mc Ghee

Quelle:  Appenzeller Zeitung, 15.02.2016

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Matchbericht

UNIHOCKEY. Wie die beiden Begegnungen in der Qualifikation endet auch die erste Playout-Partie zwischen dem UHC Herisau und Jump Dübendorf mit einem einzigen Tor Unterschied. «Es war ein typisches Playout-Spiel», sagte Herisaus Assistenzcoach Christian Schoch nach einem nervenaufreibenden Schlussdrittel. 4:4 stand es nach 40 Minuten, ein zweites Mal gerieten die Gastgeber in Rückstand. Beidseits sass ein Spieler auf der Strafbank. Bei vier gegen vier traf Bötschi zum 5:4 für die Zürcher (42.).
Gäste hadern

Trotz Führung haderten die Gäste immer wieder mit Entscheiden der Schiedsrichter. «Wir blieben ruhig, was zu unserem Vorteil wurde», so Schoch. Herisaus Trainertrio – Schoch coachte erstmals in dieser Saison – hatte für das Schlussdrittel die Blöcke reduziert, um mehr Druck auszuüben. Diese Massnahme zeigte Wirkung, steigerten sich die Gastgeber doch nach einem zu passiven Mittelabschnitt. Lucas Rüesch gelang in der 47. Minute der Ausgleich. Die Herisauer liessen nicht locker und kamen durch Captain Adrian Knecht und L. Rüesch zu weiteren Möglichkeiten. Auch Torhüter Nüssli hatte Anteil am Erfolg, so wehrte er in den letzten zehn Minuten mehrmals, auch als Gegner alleine vor ihm zum Abschluss kamen. Das körperbetonte Spiel der Gäste hatte Strafen zur Folge. Die Überzahlsituationen nutzte Herisau: Nachdem Blaser schon das 3:1 (17.) im Powerplay erzielt hatte, doppelte er in der 56. mit einem Schuss ins hohe Eck nach zum 6:5.
Am Schluss fünf gegen drei

Dübendorf reagierte heftig: Eine vermeintliche Grosschance taxierte der Schiedsrichter als regelwidriges Vergehen des Zürchers, worauf Dübendorfs Steffen den Stock von sich warf. Dies hatte 29 Sekunden vor Schluss einen Ausschluss zur Folge. Mit Imper sass bereits ein Jump-Spieler auf der Strafbank, so dass die Herisauer die Schlussphase mit fünf gegen drei spielen konnten. Dies taten sie geschickt, indem sie den Ball zirkulieren liessen.
Saisonende am Sonntag?

Christian Schochs Einsatz im Dienste des Herisauer Erstligisten soll am nächsten Sonntag enden. Mit einem erneuten Sieg auswärts würde sich Herisau den Ligaerhalt sichern. Er habe nun gesehen, wie der Gegner spiele, so Schoch. Darauf werde man die Trainings ausrichten. «Wir müssen die Verteidiger früher unter Druck setzen und doppeln, damit sie keine Zeit haben, die Pässe zu spielen.»

Spieltelegramm

Herisau – Dübendorf 6:5 (3:3, 1:1, 2:1)
Sportzentrum. – 95 Zuschauer. – Sr. Scherrer/Nöthlich.

Tore: 2. Ch. Meier (Gemperle) 1:0. 5. Grin (Jezler) 1:1. 11. L. Rüesch (Knecht) 2:1. 17. Blaser (Ch. Meier, Ausschluss Auer) 3:1. 18. Bötschi (Imper) 3:2. 20. (19:18) Grin (Peduzzi) 3:3. 26. Murer 3:4. 34. Nüesch (Blaser) 4:4. 42. Bötschi (Huber, Ausschlüsse Knecht, Auer) 4:5. 47. L. Rüesch (Knecht) 5:5. 56. Blaser (Ch. Meier, Ausschluss Zeier) 6:5.

Strafen: Herisau 1mal 2 Minuten, Jump Dübendorf 6mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe Steffen.

Bemerkungen: Herisau ohne Huber (überzählig) sowie Zellweger, Jucker, Burkhard und A. Rüesch (alle verletzt). 59. Time-out Dübendorf.

Aufstellung

Herisau: Nüssli; S. Meier, Schwarz; Solenthaler, Wetter; Wyss, Brunner; Nüesch; Hess, Ch. Meier, Gemperle; Blaser, Stern, Hug; L. Rüesch, Knecht, Waldvogel; Germann. Strafen: Herisau 1mal 2 Minuten, Jump Dübendorf 6mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe Steffen. Bemerkungen: Herisau ohne Huber (überzählig) sowie Zellweger, Jucker, Burkhard und A. Rüesch (alle verletzt). 59. Time-out Dübendorf.