Der UHC Herisau scheidet im Playoff-Viertelfinal gegen den Qualifikationssieger nach drei Niederlagen aus. In einem hart umkämpften dritten und entscheidenden Spiel verliert Herisau auswärts mit 3:2.
Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg musste her, damit die Saison des Herisauer Fanionteams weiterging. Nach zwei Niederlagen ging die Reise wiederum nach Bülach zum Spiel drei der Best-of-five-Serie. Der Gameplan des Trainergespanns Kipfer und Preisig versprach bewusst wenig Spektakel. Sie forderten von ihrer Mannschaft ein ruhiges, kontrolliertes und risikofreies Spiel mit dem Ball. In der Defensive wollten die Herisauer ebenfalls geduldig und aufmerksam agieren. So wollte man ein ausgeglichenes Spiel erzwingen, um dieses in den letzten zehn Spielminuten für sich zu entscheiden.
Drittel Nummer eins verlief überwiegend nach Plan. Die Chancen, welche die Appenzeller den Bülachern zugestanden, konnten allesamt zunichtegemacht werden – nicht zuletzt dank eines stark parierenden Sandro Wagner im Herisauer Tor. Auf beiden Seiten wurden regelwidrige Aktionen mit Strafen sanktioniert. Sowohl die Hausherren als auch der UHCH zeigten solide Defensivarbeit in Unterzahl, womit im ersten Drittel keine Tore verbucht werden konnten.
Die erste Minute des zweiten Spielabschnittes musste Herisau zu viert in Angriff nehmen. Die Box hielt und der UHCH schien das Geschehen wieder unter Kontrolle zu haben. Dann ging es blitzschnell. Ein leicht ungenauer Pass der Gäste wurde abgefangen, ein Bülacher Stürmer per Querpass angespielt und der Ball zappelte im Netz. Drei Minuten später erhöhte Bülach gar zum 2:0. Die Zürcher Unterländer nahmen sich postwendend selbst den Wind aus den Segeln, indem sie aufgrund eines Bodenspiels Herisau im Powerplay eine weitere Chance boten. Im dritten Anlauf in Überzahl gelang Herisau der erste Treffer. Conzett brachte die Gäste wieder ins Spiel. Kurz vor Spielhälfte gelang Stucki auf Pass von Tanner der Ausgleich. Herisau durfte vor der zweiten Pause erneut in Überzahl agieren, der Spielstand nach 40 Minuten blieb jedoch bei 2:2.
Für das letzte Drittel nahmen sich die Herisauer vor, noch weniger Fehler zu machen, kontrollierten den Ball in den eigenen Reihen und liessen sich zum Ungunsten der Heimfans viel Geduld. Auf beiden Seiten gab es nur wenige Chancen. Als in der 52. Minute eine fragwürdige Strafe gegen Herisau ausgesprochen wurde, kochten die Emotionen noch einmal hoch. Mit dem darauffolgenden Freischlag erarbeitete sich Bülach eine gefährliche Torchance und ging erneut in Führung. Herisaus Powerplay kam ebenfalls erneut zum Zuge, in den letzten Minuten wurde Goalie Wagner durch einen sechsten Feldspieler ersetzt und trotzdem gelang kein Tor mehr und das Saisonende konnte nicht mehr abgewendet werden. Seitens Herisau konnte man mit dem letzten Spiel zufrieden sein, man bewies noch einmal Charakter. Es zeigte jedoch auch, dass eindeutig mehr möglich gewesen wäre in dieser Serie.
Bülach Floorball – UHC Herisau 3:2 (0:0, 2:2, 1:0)
Sporthalle Hirslen, Bülach. 241 Zuschauer. SR Gmünder/Wieser.
Tore: 22. S. Horber (L. Dall’Oglio) 1:0. 25. S. Horber (N. Derungs) 2:0. 28. J. Conzett 2:1. 30. S. Stucki (A. Tanner) 2:2. 52. N. Bregenzer (L. Dall’Oglio) 3:2.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Bülach Floorball. 2mal 2 Minuten gegen UHC Herisau.