Der UHC Herisau steht im Halbfinal

Der UHC Herisau korrigiert den Fehlstart in die Playoffs und schlägt die Vipers InnerSchwyz sowohl auswärts in Schwyz (5:3) als auch zu Hause in Herisau (5:2).
Damit entscheiden die Herisauer die Best-of-3-Serie mit 2:1 für sich und stehen erstmals seit fünf Jahren wieder im Playoff-Halbfinal.
Nach der Niederlage in der Vorwoche hatten die Herisauer das Messer bereits am Hals. Alles andere als zwei Siege am vergangenen Wochenende wäre gleichbedeutend mit dem erneut frühen Saisonende gewesen. Dementsprechend engagiert startete der UHC Herisau in die Partie. Während man bei der Auftaktniederlage noch zu lethargisch und zu weit weg vom Gegner agierte, waren die Appenzeller dieses Mal hellwach und diszipliniert.
Sinnbildlich dafür war das 1:0, bei welchem Torhüter Jud Stürmer Stucki lancierte, welcher den Ball gekonnt im Tor unterbrachte. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei sich beide Mannschaften Chancen herausspielen konnten. In dieser Phase gelang den Vipers InnerSchwyz nach einer schönen Ballstafette der Ausgleich. Die Herisauer hatten aber ihrerseits wieder eine Antwort bereit. Chläus Meier fasste sich in der 17. Spielminute ein Herz und drosch den Ball von der Mittellinie ins Innerschweizer Gehäuse.

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Matchbericht UHC Herisau (5. Runde, Herren II, Riedlandhalle Tuggen, SZ)

  1. Spiel: UH Appenzell – UHC Herisau II (16.02.2020)

Nach der durchzogenen 4. Runde und dem Verlust der Tabellenspitze, gelobte der UHC Herisau II Besserung. Äusserst konzentriert gingen die Herren zu Werke, zumal es gleich im ersten Spiel dieser 5. Runde zur Begegnung mit dem Leader aus Appenzell kam. Bereits zu Beginn des Spiels musste man den verletzungsbedingten Ausfall von Marc, „Voodoo“ Goldiger verkraften, was zuweilen für Verwirrung auf dem Feld und der Bank führte. Trotz diesem anfänglichen Dämpfer konnten sich die Herisauer Herren II bereits früh im Spiel Vorteile sichern, was auch beim Gegner Eindruck zu hinterlassen schien. So war es dann Lukas, „Gseller“ Gsell, welcher seine Mannschaft jubeln liess, sein Schuss aus dem Zentrum fand den Weg ins Netz. Mit der Führung im Rücken ging nun alles etwas leichter und auch Tobias, „Tobi“ Hess konnten sich in den Reigen der Torschützen eintragen lassen, nachdem er eine wunderbare Passkombination seines Blocks erfolgreich zum 0:2 abschloss.
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Frühe Lethargie gegen wirbliges Trio

(Bericht der Appenzeller Zeitung)
Herisau verliert das erste Viertelfinalspiel 2:6. Die Vipers entwickeln mehr Gefahr und Durchschlagskraft.

Bericht: Lukas Pfiffner

Wenn die Unihockeybande keine Bande wäre, hätte sie geblutet. So wuchtig schlug Herisaus Ersatzspieler Lukas Stucki am Sonntag immer wieder als akustische Unterstützung seinen Stock an die Feldumrandung. Aufgeben gab es für den UHC Herisau während der Partie nicht, schliesslich hatten die Ausserrhoder in der Qualifikation immer wieder Spiele gekehrt.

Und Aufgeben gibt es für Herisau auch nach der Begegnung nicht, obwohl eine Wende diesmal ausblieb und das Ergebnis des ersten Viertelfinalspiels eine Enttäuschung darstellt. «Die Lethargie der Startphase hat uns den Match gekostet. Dabei haben wir uns nach den Erfahrungen mancher Gruppenspiele diesbezüglich viel vorgenommen», meinte Trainer Nico Raschle. «Aber wenn wir am nächsten Samstag von Anfang an so spielen wie diesmal ab dem zweiten Drittel, haben wir die Chance, auswärts zu gewinnen.» Sollte die Begegnung von vorgestern nicht das letzte Heimspiel der Herisauer gewesen sein, müssen sie nun in Schwyz den Ausgleich in der Serie schaffen. Dann käme es am kommenden Sonntag im Sportzentrum zum Entscheidungsspiel. Continue reading

Playoffstart für den UHC Herisau

Der UHC Herisau startet am kommenden Wochenende in die Playoff-Viertelfinals. Gegner in dieser ersten Best-of-3-Serie sind die Vipers InnerSchwyz.

Die 1. Mannschaft des UHC Herisau blickt auf eine erfolgreiche Qualifikation zurück. Mit 45 Punkten belegte man punktegleich mit Qualifikationssieger Bülach Floorball den zweiten Rang. Damit treffen die Appenzeller in den Playoff Viertelfinals auf das siebtplatzierte Vipers InnerSchwyz. Vieles deutet dabei auf eine enge Serie hin.

Begegnungen zwischen dem UHC Herisau und den Vipers InnerSchwyz verkamen in den vergangenen Spielzeiten stets zu engen Angelegenheiten. Das letzte Aufeinandertreffen in welchem der Sieger mehr als zwei Tore Vorsprunge hatte, datiert aus dem Dezember 2015 (Herisau gewann damals mit 9:4).

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Wieder spektakulär gewendet

(Ein Bericht der Appenzeller Zeitung)
Der UHC Herisau beendet die Qualifikation der 1. Liga als Zweiter. Die Vipers sind Playoffgegner.

Lukas Pfiffner

Vier Sekunden vor der Sirene zeigte Herisaus Torhüter Jud eine grossartige Parade und rettete das 5:4 gegen Zürisee. Der Schütze, Luca Maffioletti, spielte jahrelang für GC in der NLA und hat Jahrgang 1981. Der Gast war mit einem kleinen Kader und mit mehreren Spielern deutlich über Dreissig angereist. Zwei Drittel lang besassen die Zürcher am Sonntag spielerische Vorteile und führten verdient mit drei Toren Unterschied. Für den letzten Abschnitt stellte Herisaus Trainer Nico Raschle auf zwei Linien um. In der Folge war Zürisee tempomässig überfordert.

Fabian Jucker, einer der Zürcher Routiniers, ist in Herisau aufgewachsen; einige Verwandte weilten vorgestern am Spiel. Und die kleine Julia widmete ihm sogar ein Plakat: «Hopp Götti!» Jucker war lange eine der auffälligen Figuren der Gäste, positionierte sich wirkungsvoll nahe vor Jud und ärgerte sich darüber, dass die Schiedsrichter seinem Torabschluss (13.) wegen eines nicht offensichtlichen Stockvergehens die Gültigkeit versagten. Es wäre das 0:2 gewesen. 

Spezialisten fürs dritte Drittel

«Das letzte Bisschen hat bei uns zwei Drittel lang gefehlt. Es geht nur über die Zweikämpfe; wir haben uns ein wenig einlullen lassen», meinte Silvan Stern, mit 32 Jahren einer der Erfahrenen auf Seite der Herisauer. Der Gegner habe lange gut gespielt, sei technisch stark gewesen. Aufholjagden sind beim UHC Herisau in dieser Saison sozusagen Programm. «Das gibt uns zwar im Hinblick auf die Playoffs das Gefühl, ein Spiel immer noch kehren zu können. Aber darauf verlassen darf man sich nicht. Das Ziel ist immer, über 60 Minuten präsent zu sein.» In den 17 Partien seit Mitte Oktober hat Herisau nur dreimal das letzte Drittel verloren, was für die Moral und die physische Verfassung spricht. Continue reading