Versöhnliches Saisonende

Die Erstligisten des UHC Herisau haben mit dem zweiten Sieg gegen Jump Dübendorf die Playout-Serie vorzeitig entschieden. Mit welchem Personal die Mannschaft die nächste Saison in Angriff nimmt, ist nicht restlos geklärt.

Mea Mc Ghee

Quelle:  Appenzeller Zeitung, 26.02.2016

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Matchbericht

UNIHOCKEY. «Wir sehen uns noch zweimal», hatte Dübendorfs Captain sich und seine Mannschaft nach der Niederlage im ersten Playout-Spiel gegen den UHC Herisau verabschiedet. Doch die Herisauer hatten etwas dagegen: Mit dem kleinstmöglichen Aufwand haben sie den Verbleib in der 1. Liga gesichert. Nach dem 6:5-Heimsieg schlugen die Herisauer Jump Dübendorf am Sonntag im zweiten Aufeinandertreffen auswärts 5:4. «Das Saisonziel, das Erreichen der Playoff, haben wir zwar verpasst, letztlich haben wir aber den Ligaerhalt souverän geschafft», zeigte sich Herisaus Sportchef Bruno Kläger diese Woche erleichtert. Man habe Anfang Saison gewusst, dass Herisau in einer ausgeglichenen Gruppe spielt. Leider habe es die Mannschaft um Trainer Steve Furrer verpasst, enge Spiele zu drehen und für sich zu entscheiden, so Kläger. Bei sechs von zwölf Herisauer Niederlagen betrug die Differenz nur einen Treffer.
Höhepunkt im Cup

Doch auch Positives vermerkt der Sportchef: Etwa den Sieg im Cup gegen den NLB-Vertreter Floorball Thurgau. Dies ermöglichte dem UHC Herisau im Sechzehntelfinal das Kräftemessen mit dem NLA-Verein UHC Waldkirch-St. Gallen. Obwohl der Unterklassige jene Partie 1:5 verlor, bezeichnet sie Bruno Kläger als «Highlight». Weiter stimme ihn zuversichtlich, dass die Junioren U21 einen Schritt näher an die erste Mannschaft herangeführt werden konnten. Einige Nachwuchsleute hätten Trainings mit den Erstligisten bestritten und erste Erfahrungen in Meisterschaftsspielen gesammelt. «Es ist gut zu wissen, dass Junge nachkommen», so der Sportchef.
Captain hört auf

Insgesamt hätten die Spieler des 1.-Liga-Teams die Leistung nicht optimal abrufen können. Dass gewichtige Abgänge – etwa jener von Chris Eschbach, der bei Waldkirch-St. Gallen Topskorer ist – nur schwer zu kompensieren sind, sei den Verantwortlichen bewusst gewesen. Die Rückkehrer Aldo Blaser, Adrian Zellweger und Fabian Jucker hätten das gebracht, was von ihnen erwartet worden sei. Erfreulich habe sich Pascal Hug entwickelt, der seine dritte Saison in der 1. Liga absolvierte. «Aus der 3. Liga gekommen, hat er sich nun durchgesetzt und viele Tore erzielt.» Das Gros der Mannschaft spielt auch kommende Saison für den UHC Herisau. Nebst Christian Huber – er hörte bereits im Dezember auf – stehen die Abgänge von Torhüter Roger Holenstein und Captain Adrian Knecht fest. Letzterer wolle zumindest eine Saison pausieren, könne sich aber vorstellen, später in einer Funktion für den Verein tätig zu sein. Allfällige weitere Abgänge sollen gemäss Bruno Kläger kompensiert werden. «Wir wollen das Kader nicht allzu gross gestalten, uns gezielt verstärken und eigene Junge einbauen.»

In Verhandlungen steht Herisaus Sportchef mit Trainer Steve Furrer. Dessen Assistenten Ruben Baumgartner und Christian Schoch stehen in der nächsten Spielzeit nicht mehr zur Verfügung, was schon länger feststeht.